Titus Dittmann ist viele: Skateboard-Pionier und Unternehmer, Rennfahrer, Ex-Studienrat, Referent, Jugendlobbyist, Keynote Speaker, Uni-Dozent, Medienliebling und vor allem: Social Entrepreneur und Anstifter.

Innerhalb der letzten fast 40 Jahre hat der 68-Jährige die Skateboard-Szene in Deutschland und Europa geprägt. Früh erkennt er, dass Skateboarding mehr ist als Trendsport oder Freizeitbeschäftigung. Das Brett mit den vier Rollen ist „erwachsenen-untaugliches Ausdrucksmittel und Lebenswelt“. Das Unternehmen Titus ist führend im Einzelhandel mit Skateboards & Streetwear. Mit mehr als 30 Titus-Shops, Versand- und Onlinehandel, Events und Medien bedient das Multichannel-System die Bedürfnisse der jugendlichen Kunden.

Ausgezeichnet mit renommierten Preisen aus Wirtschaft und Gesellschaft ist Titus Dittmann im „Establishment“ angekommen. Seine Kontakte in Politik, Medien und Kultur nutzt er, um sich für die „pubertierenden Rotzlöffel“ einzusetzen. Und bleibt seiner Zielgruppe, seinen Idealen und seiner Passion treu.

Glaubwürdigkeit ist sein größtes Kapital. Bei allem Wachstum und Erfolg hat Titus Dittmann immer wieder die Kehrseite der Medaille kennen gelernt: Das Unternehmen steckte 2006 in einer existenzbedrohenden Krise. In einem Alter, in dem andere an das „Leben nach der Karriere“ denken, startete er noch einmal durch. Menschen, die ihn gut kennen sagen: „Titus kann gar nicht anders.“

2009 gründet Titus Dittmann eine eigene Stiftung. Mit der Initiative skate-aid (skate-aid.org) unterstützt er weltweit Kinder- und Jugendprojekte, die mittels des Skateboarding Entwicklungshilfe leisten. Da wo das Leben von Terror, Gewalt und Zerstörung geprägt ist, will er die Hoffnung für Kinder ins Rollen bringen. Im Frühjahr 2010 baut er gemeinsam mit Kooperationspartner Grünhelme e.V. den ersten skate-aid Sportpark an einer Schule in Afghanistan (Karokh). Das ZDF auslandsjournal berichtete im November 2010 über skate-aid und das Projekt am Hindukusch.

Um sich ganz auf die Stiftungsarbeit zu konzentrieren, zieht er sich im Sommer 2010 aus der Geschäftsführung der „titus GmbH“ zurück und vollzieht einen Generationswechsel mit seinem Sohn. Im November 2010 wird skate-aid mit dem renommierten Laureus Medien Preis ausgezeichnet.
Seit Oktober 2011 hat Dittmann einen Lehrauftrag an der Universität Münster. Sein Motiv: Um die skate-aid Aktivitäten in Afghanistan voranzubringen, strebt der Ex-Studienrat eine Kooperation mit der Universität Herat an. Studierende sollen auch am Hindukusch die Vorzüge des Skateboarding im Schulunterricht kennen lernen – um sie später als Lehrer an den Schulen Afghanistans einzusetzen.

Auch in Afrika ist skate-aid aktiv: Anlagen in Tansania, Uganda und Südafrika sind bereits länger im Betrieb. In Kenia wurde im Oktober 2013 ein neuer Skatepark eröffnet. In Costa Rica wurde im Frühjahr 2012 eine Skate- und Sportpark für benachteiligte Kids fertiggestellt. In Palästina (Bethlehem) wird gemeinsam mit den SOS-Kinderdörfern weltweit im März 2015 ein Park eingeweiht. Immer in enger Kooperation mit lokalen Partnern, die den nachhaltigen Erfolg sicherstellen.

Unter dem Titel „Brett für die Welt“ veröffentlicht Dittmann im Herbst 2012 seine Biographie. Im Film „Brett vorm Kopp“ inszenierten die Berliner Filmemacher Ali Eckert und Monica Nancy Wick ebenfalls in 2012 sein rasantes Leben auf der Extremspur.

Im Februar 2013 wird Dittmanns Initiative skate-aid in der Kategorie „Marketing/ Social Awareness“ mit dem „Ispo Award 2013“ ausgezeichnet. Die Welt ist ein Brett. Und Querdenken tut gut.

Im Juni 2013 erhält Titus Dittmann den „Deutschen Gründerpreis“ in der Kategorie Sonderpreis für sein herausragendes Engagement als Gründer. Ausgelobt wird der „Deutsche Gründerpreis“ von den Partnern stern, Sparkasse, ZDF und Porsche, unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

2014 zeichnet sich ab, dass Skateboarding offizielle Disziplin bei Olympia wird. Obwohl er innerlich mit dem olympischen „höher-schneller-weiter“ im Zusammenhang mit Skateboarding hadert, übernimmt er 2014 den Vorsitz des Weltverbands Fédération Internationale de Roller Sports (FIRS) und bringt seine Expertise in die Vorbereitungen ein.

Als Pädagoge bleibt Dittmann dem Thema Bildung stets eng verbunden und wird 2015 didacta Bildungsbotschafter. Im selben Jahr coacht er in der ZDF-Serie „Kampf der Start-ups“ mit seinen umfangreichen eigenen Erfahrungen junge Gründerinnen und Gründer in der Aufbauphase ihres Unternehmens. Erstmalig fungiert er auch als offizieller Botschafter der Ruhr Games, einem großen Sport-Event in Nordrhein-Westfalen.

Im April 2016 ist es soweit: im ruandischen Kigali findet die feierliche Eröffnung des neuen und in Kooperation mit SOS Kinderdörfer entstandenen skate-aid Skateparks statt. Im Mai erfolgt die Erstausstrahlung der großen Dokumentation „Titus Dittmann – Der Skateboard-Pionier“ im WDR-Fernsehen. Eingebunden in die Reihe „Pioniere in NRW“ entsteht hier ein sehenswertes, authentisches Portrait über den Menschen Titus Dittmann. Titus Biografie erscheint im Sommer unter dem Titel „Open and above Board“ in englischer Sprache und wird so einer internationalen Leserschaft zugänglich.

Als Social Entrepreneur immer im Einsatz, immer am Dinge anstoßen, bewegen und voranbringen – ob für skate-aid, ob zum Thema Bildung oder Unternehmertum: Titus Dittmann bleibt sich auch 2017 treu und „viele“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vita Titus Dittmann

1948-1960
geboren und aufgewachsen in Kirchen, am Fuße des Westerwaldes

1960-1968
Abitur auf dem 2. Bildungsweg in Bad Neuenahr

1971-1977
Studium Geographie und Sport, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

1973-1974
mehrere Monate „Praxisstudien“ in der Wüste Sahara

1973-1980
Referendariat Hittorf-Gymnasium, Münster. Gründung einer Schülersportgemeinschaft Skateboard. Verkauf erster Skateboards und Rollerskates zum Selbstkostenpreis an die Schülergruppe

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1979
Ankauf eines Skateboardparks, nach einem Jahr Genehmigungskampf Aufbau auf einem Münsteraner Parkplatz

1980
2. Staatsexamen mit dem Thema: „Skateboarding im Schulsportunterricht?“. Start Import von Skateboards aus den USA zur Versorgung der Schülergruppe

1980-1984
Studienrat am Hammonense Gymnasium, Hamm, NRW. Skateboarding erstmalig Bestandteil deutschen Schulunterrichts

1982
Titus Dittmann veranstaltet den ersten großen Skateboard-Event, der später zur Weltmeisterschaft mutiert. Start des Monster-Skateboard-Magazins

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1983
Aufbau der Unternehmensbereiche Medien + Event

1997
Start des e-Commerce unter www.titus.de

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1999+2000
Finalist beim renommierten Wettbewerb “Entrepreneur des Jahres”

2000
Eröffnung Ti-Log, Logistikzentrum, Münster. Einstieg als Mehrheitsgesellschafter beim Lifestyle-Versandhandel „Frontline“. Umwandlung in eine AG (titus AG); Holdingstruktur mit 17 Tochterunternehmen, 550 Mitarbeitern und 75 Mio. € Eigenumsatz, plus 25 Mio.€ Umsatz Franchisenehmer

2001
Sieger beim renommierten Wettbewerb “Entrepreneur des Jahres”, Kategorie Handel. 20-jähriges Jubiläum Skateboard-Weltmeisterschaft „Monster Mastership“, Westfalenhallen Dortmund. Titus Dittmann erhält den Wirtschaftspreis der Stadt Münster. Vorbereitung des Börsengangs, wegen des schlechten Börsenumfelds nicht realisiert.

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2003
25-jähriges Unternehmensjubiläum

2004
Titus Dittmann leitet umfassende Umstrukturierung und Konsolidierung der Unter-nehmensgruppe ein: Rückbesinnung auf Kernkompetenz Einzelhandel

2005
Der „Monster Mastership“ kehrt zurück zu seinen Wurzeln – nach Münster.

2006
Tiefster Krisenpunkt in der Unternehmensgeschichte. Das gesamte Privatvermögen, inkl. Altersversorgung wird zur Rettung eingesetzt

2007
Die AG wird aufgelöst, Umwandlung in die Dittmann GmbH. Im Fokus: Ausbau des Multichannel-Systems im Einzelhandel in der titus GmbH

2008
Titus Dittmann wird zum Senator h.c. im BVMW (Bundesverband Mittelständische Wirtschaft e.V.) ernannt. Titus Dittmann feiert 30 Jahre Titus (Marke) und 60 Jahre Titus. Die titus GmbH ist immer noch europaweit führend im Einzelhandel mit Skateboards und Streetwear.

2009
Titus Dittmann wird durch Ministerpräsident Jürgen Rüttgers mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Gründung der Titus Dittmann Stiftung.

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2010
Staatliche Anerkennung der Titus Dittmann Stiftung, unter dem Dach fördert der Verein skate-aid e.V. nationale und internationale Kinder- und Jugendprojekte; Rückzug aus der Geschäftsführung der titus GmbH, um sich komplett auf die Stiftungsarbeit zu konzentrieren. Auszeichnung mit dem „Laureus Medien Preis 2010“.

2011
Seit Oktober Kooperation mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Dittmann übernimmt Lehrauftrag und wird bei Kontaktaufnahme zur Universität Herat (Afghanistan) unterstützt. Dort soll Skateboarding als Fach etabliert werden, um potenzielle skate-aid-Lehrkräfte auszubilden.

2012
Juni: Kinopremiere der Filmbiografie „Brett vorm Kopp“ in Münster.
August: Kinostart der Dokumentation „This ain`t California“. Dittmann spielt im Film, der die Historie der Ost-Rollbrettfahrer beleuchtet, sich selbst.
September: Veröffentlichung der Autobiografie „Brett für die Welt“ (Quadriga Verlag).

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2013
Februar: Dittmanns Initiative skate-aid wird in der Kategorie „Marketing/ Social Awareness“ mit dem „Ispo Award 2013“ ausgezeichnet.
Juni: Titus Dittmann erhält den „Deutschen Gründerpreis“ in der Kategorie Sonderpreis.

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2014
April: Ernennung zum Vorsitzenden der „FIRS“ (Fédération Internationale de Roller Sports)

2015
Februar: Ernennung zum didacta Bildungsbotschafter 2015
Februar: Folge 1 – ZDF-Format Kampf der Start-ups mit Titus Dittmann als Coach (neue Folgen im Juni und Juli 2015)
Juni: Offizieller Botschafter der Ruhr Games 2015

2016:
April: Eröffnung des in Kooperation mit SOS Kinderdörfer entstandenen skate-aid Skateparks in Kigali, Ruanda
Mai: Erstausstrahlung der Dokumentation „Titus Dittmann – Der Skateboard-Pionier“ im WDR-Fernsehen in der Reihe „Pioniere in NRW“.
Juni: Veröffentlichung der Titus-Biografie in englischer Sprache unter dem Titel „Open and above Board“

2017:
Titus Dittmann ist und bleibt viele: Der Social Entrepreneur bewegt auch in diesem Jahr viele Projekte.